Extrakonzert I
Sonntag, 2. Juli 2017, 11 Uhr
, Das Konzert ist ausverkauft!

«Realtango versus Tango Nuevo»

Brita Ostertag und Philipp Bachofner, Flöten

Galatea Quartet

Yuka Tsuboi und Sarah Kilchenmann, Violinen
Hugo Bollschweiler, Viola
Julien Kilchenmann, Violoncello

13 Uhr: »GaumenFreuden«- Lukullisches in Jürgen Eders Restaurant Eichmühle

Juan de Dios Filiberto
Realtangos von

Astor Piazzolla
Roberto Pintos

Quejas de Bandoneon für 2 Flöten und Streichquartett
Enrique Delfine, Juan Carlos Cobian, Osvaldo Fresedo,
Horacio Salgan, Eduardo Pereyra, Lucio Demare
Oblivon für Streichquartett
Tangos und andere südamerikanische Tänze
für Flöte, Saxofon und Streichquartett


Das Galatea Quartet wurde im Jahr 2005 gegründet. Seine Mitglieder sind die Geschwister Sarah und Julien Kilchenmann, Yuka Tsuboi und Hugo Bollschweiler. In den Anfängen war in Zürich die Arbeit mit Stephan Görner vom Carmina Quartett prägend und jene in Berlin mit dem Artemis Quartett. Früh schon wurden sie mit Stipendien der European Chamber Music Academy (ECMA) gefördert. Der befruchtende Austausch mit deren künstlerischem Leiter Hatto Beyerle hat sich bis heute erhalten. Rasch und anhaltend stellten sich Wettbewerbserfolge ein, u. a. am Concours de Genève (2006), am Migros Kammermusikwettbewerb in Zürich (2007), am Internationalen Kammermusikwettbewerb in Osaka (2008) und am Streichquartett-Wettbewerb in Bordeaux (2010). Konzerttourneen führten durch ganz Europa – so auch in die Wigmore Hall, das Concertgebouw Amsterdam und die Tonhalle Zürich, aber auch nach Japan, Argentinien, Kanada und Indien. Das Galatea Quartet war Gast an bedeutenden Festivals, u. a. bei der Società del Quartetto Milano, am Festival de Sion, an der EuroArt Prag, am Festival Pablo Casals und in Zürich bei den Festspielen sowie an den Tagen für Neue Musik.

2011 erschien bei Sony Classical das Debüt-Album „Bloch: Landscapes-Works for String Quartet“ mit Werken des schweizerisch-amerikanischen Komponisten Ernest Bloch. Das geschärfte Profil des Galatea Quartets wird international wahrgenommen: 2012 wurde das Ensemble mit einem ECHO-Preis für die beste Kammermusikeinspielung des Jahres (20./21. JH.) ausgezeichnet und 2013 folgte die Ehrung mit dem renommierten Kulturförderpreis des Kantons Zürich. Das neue Album erschien 2014 bei Sony Classical und vereint Werke der Belle Époque von Debussy, Pierre Menu und Milhaud. Ein unangestrengter Umgang mit den Klassikern und die Lust auf beständige Horizonterweiterung prägen auch das neuste musikalische Ausrufezeichen des Galatea Quartets.

Neben dem klassischen Repertoire hat das Galatea Quartet immer auch ungewohntes Terrain erkundet und innovative, genreübergreifende Konzepte entworfen. Zum eigenständigen Profil des Quartetts trägt auch die Zusammenarbeit mit Isabel Mundry und Helmut Lachenmann bei. Das Engagement für zeitgenössische Schweizer Musik beweisen Uraufführungen von Werken von Martin Derungs, Hans Ulrich Lehmann, Heinz Marti und Rodolphe Schacher. Das Galatea Quartet hat keine Berührungsängste: Cross over-Projekte sind beinahe alltäglich. Sie führten zur Zusammenarbeit mit Jon Lord (Deep Purple), Tina Turner und dem Schriftsteller Urs Faes sowie zu einer Aufführungsserie der Pink Floyd-Adaptation „To the Dark Side of the Moon“. Die Abenteuerlust ist ansteckend, das Repertoire ebenso breit wie eigenwillig.

Das Flötistenpaar Brita Ostertag und Philipp Bachofner freut sich, am neusten Projekt des Galatea Quartets – das musikalische Feld des argentinischen Realtangos zu erforschen – teilhaben und mit den vier jungen und engagierten Streichern zusammenspielen zu dürfen.

Jakob Knaus