1. Matinee
Sonntag, 7. Mai 2017, 11 Uhr

«Recital»

Stefan Schulz, Bassposaune
Solo Berliner Philharmoniker

Saori Tomidokoro am Klavier

13 Uhr: »GaumenFreuden«- Lukullisches in Jürgen Eders Restaurant Eichmühle

Søren Hyldgaard
G. P. Telemann
Toru Takemitsu
Alexei Lebedev
Russische Lieder

Concerto borealis
Sonate in f-Moll für Bassposaune und Klavier
Rain Tree Sketch 2 für Klavier solo
Concert Allegro
Glinka, Dargomyzhsky, Tchaikowsky


Stefan Schulz ist Solo-Bassposaunist der berühmten Berliner Philharmoniker sowie regelmässiger Gast beim Ensemble German Brass.

Stefan Schulz spielte zunächst Horn und wechselte später zur Posaune. Er studierte in Berlin und Chicago. Ehe er Mitglied der Berliner Philharmoniker wurde, war er von 1993 bis 2002 Bassposaunist in der Staatskapelle Berlin. Von 1996 bis 2002 spielte er zudem im Bayreuther Festspielorchester. Als Solist musiziert er mit namhaften Orchestern wie dem Rundfunk- Sinfonie-Orchester Berlin, den Dresdner Philharmonikern, den Hamburger Philharmonikern, dem Columbus Symphony Orchestra, dem Staatsorchester Wiesbaden, der Philharmonia Wien und dem Aarhus Symphonie Orchester. Mit den Posaunensolisten Joseph Alessi, Michel Bequet und Jorgen van Rijen gründete er das World Trombone Quartet. Eine besondere künstlerische Freundschaft verbindet ihn mit dem Schweizer Komponisten und Saxofonisten Daniel Schnyder, dessen Werke er teilweise ur- und erstaufgeführt sowie auf CD eingespielt hat. Zusammen mit dem Pianisten Marcin Grochowina musizieren sie im Daniel Schnyder Trio. Für das schwedische Label BIS hat er drei Solo-CDs eingespielt und für das Münchner Jazzlabel ENJA RECORDS die Produktion „Händel in Harlem”. Mit dem Berufsstart hatte auch sein pädagogisches Engagement begonnen: zunächst als Mentor an der Orchesterakademie der Staatskapelle Berlin sowie als Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Von 2000 bis 2004 unterrichtete er als Gastprofessor an der Hochschule für Musik ‚Hanns-Eisler‘ in Berlin. Zum Sommersemester 2004 wurde Stefan Schulz als Professor an die Universität der Künste Berlin berufen.

Saori Tomidokoro, geboren in Japan, absolvierte das Klavierstudium an der Kunitachi Musikhochschule in Tokio mit dem Bachelor. In Deutschland erlangte sie das Aufbaudiplom in Kammermusik und Liedgestaltung an der Musikhochschule Trossingen und studierte anschliessend sowohl Korrepetition für Oper und für Instrumente an der Hochschule für Musik ‚Hanns-Eisler‘ Berlin.

Als Tutorin arbeitete sie während mehreren Jahren mit Prof. Julia Varady zusammen. Diese intensive gemeinsame Arbeit brachte wertvolle weitere musikalische Impulse und die Möglichkeit, einen Meisterkurs mit Dietrich Fischer-Dieskau zu begleiten; er schrieb ihr darauf eine Empfehlung als Pianistin. 2004 gewann sie den internationalen Instrumentalwettbewerb in Markneukirchen und 2005 das Nachwuchs-Stipendium des Landes Berlin. Als Korrepetitorin wurde sie u. a. an der Komischen Oper Berlin, an der Kammeroper Rheinsberg, am Staatstheater Kassel und an den Schwetzinger Musikfesttagen engagiert. Saori Tomidokoro ist eine gefragte Kammermusikpartnerin. So führten sie Konzerte neben Deutschland unter anderem auch nach Spanien, Japan, Griechenland, Dänemark, Frankreich und Malta. Seit 2011 hat sie einen Lehrauftrag an der Universität der Künste Berlin und der Hochschule für Musik ‚Hanns-Eisler‘ Berlin.

Jakob Knaus