«Musik im Schloss» IV

Tromboncino Quartett

Tromboncino Quartett

Remo Abächerli
Jonas Inglin
Jeanine Murer
Roger Rütti

Programm

Musik von William Byrd, Nat ‘King’ Cole,
Simon & Garfunkel, Van Morrison,
Benjamin Britten, Sergei Rachmaninov,
Jonathan Dove, Ed Rex, Traditionals,
Thomas Hewitt Jones, Irving Berlin,
Carly Rae Jepsen & Justin ­Bieber,
Jimmy Van Heusen,
Luis Demetrio & Pablo Beltrán Ruiz

Auf Renaissance-Posaunen
Musik von Daniel Speer (1636-1707)
Claude Gervaise (ca.1510-1558)
Benedetto Marcello (1686-1739)

Auf klassischen Posaunen
Musik von Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Anton Bruckner (1824-1896)

Auf modernen Posaunen
Musik von Alfred Hornoff (1902-1969)
Jacques Charpentier (1933-2017)
Daniel Schnyder (*1961)

Mit Virtuosität, Eleganz und Leidenschaft und frei von Berührungsängsten bewegt sich das Tromboncino Quartett durch alle musikalischen Epochen von der Renaissance bis zur Gegenwart. Die Schweizer Posaunistin und drei Posaunisten des Ensembles haben sich ganz den klanglichen und stilistischen Möglichkeiten ihres Instrumentes verschrieben und warten mit einem abwechslungsreichen Repertoire aus Originalkompositionen und Bearbeitungen auf, welches allen musikalischen Ansprüchen gerecht wird.
Nachdem die Mitglieder des Quartetts im Rahmen ihrer Ausbildung an der Hochschule Luzern und an diversen Konzerten regelmässig in dieser Besetzung musiziert hatten, haben sie sich 2017 dazu entschlossen, das Projekt unter dem Namen Tromboncino Quartett – nach einem italienischen Komponisten und Posaunisten aus der Renaissance, Bartolomeo Tromboncino – intensiver weiterzuverfolgen. Bereits 2018 konnten sie am Philip Jones Brass-Preis in Luzern reüssieren und wurden mit dem Sonderpreis ausgezeichnet. Nun stehen diverse Konzerte im In- und Ausland an, bei denen sie ihr Können auf modernen, aber insbesondere auch auf historischen Instrumenten präsentieren werden.
So beginnt das Quartett sein Konzertprogramm auf Renaissance-Zugposaunen, welche im ausgehenden 15. Jahrhundert aus der bis dahin "zuglosen" trombone oder busîne in Deutschland entwickelt wurde. Bis zu dieser Entdeckung waren alle Blechblasinstrumente auf die Naturtöne beschränkt, wie etwa das Alphorn. Nun aber war es auf der Zugposaune möglich, alle Töne auch ausserhalb dieser Naturtonskala zu spielen, was ihr zu einem plötzlichen Aufschwung verhalf. So entstanden in der Renaissance und im Barock unzählige Werke für Posaune, viele davon für reine Posaunenensembles. Noch wichtiger war die Posaune jedoch in der sakralen Musik. Da ihr warmer und weicher Klang sich hervorragend mit den Stimmen der Sänger mischte, wurde sie oft zusammen mit diesen eingesetzt oder aber ersetzte sie gleich ganz.
Technische Fortschritte in der Entwicklung der Holzblas- und Streichinstrumente und die damit verbundene Wandlung der Klangvorstellung forderten im ausgehenden 18. Jahrhundert auch eine Weiterentwicklung der fast 300 Jahre lang gleich gebauten Zugposaune. Seither wurden Schallstück und Rohrdurchmesser stetig grösser, was zuerst zur klassischen Posaune und bis ins beginnende 20. Jahrhundert zur heutigen, modernen Posaune führte. Freuen Sie sich auf ein halbes Jahrtausend Musikgeschichte.
Rubrik:

Datum:
07. April 2019

Wo:
Schloss Rapperswil

Zeit:
17.00 Uhr

Preis:
VV/AK: CHF 50.–
Stud: CHF 25.–

Patronat: