2. Matinee

Sergey Tanin

«Die Natur Jakutiens friert dich ein, aber sie versorgt dich mit Energie. Sie ist eine Schönheit, die dich verschlingen kann...»

(Sergey Tanin, RONDO Ausgabe 3 / 2024)

Sergey Tanin erlangte in Europa breite Anerkennung, nachdem ein vom Schweizer Fernsehen produzierter Dokumentarfilm über sein Leben ausgestrahlt worden war. Seine internationale Karriere begann 2018, als er beim Concours Géza Anda in Zürich als Preisträger und Publikumspreisträger ausgezeichnet wurde.

Seine Verbindung zur Schweiz vertiefte sich durch Auftritte in renommierten Sälen wie dem Stadtcasino Basel und der Tonhalle Zürich. 2023 führte Tanins künstlerischer Fokus auf Sergei Rachmaninow, anlässlich dessen 150. Geburtstags, zu seiner Beteiligung an der von 3Sat produzierten Dokumentation „My Rachmaninow“. 2025 wurde er Preisträger der renommierten Queen Elisabeth Competition in Brüssel.
Tanin gab Rezitale in berühmten Konzertsälen wie der Salle Gaveau in Paris, dem Mariinsky-Konzertsaal, der Salle Molière in Lyon und dem Grossen Saal der Philharmonie St. Petersburg. Er spielte bei internationalen Festivals wie dem Beethovenfest Bonn, den Bregenzer Festspielen, dem Kissinger Sommer, Musikdorf Ernen und vielen anderen. Im Jahr 2020 gewann Tanin den Ersten Preis und den Publikumspreis beim Kissinger KlavierOlymp und wurde 2021 eingeladen, als Solist mit den Bamberger Symphonikern unter der Leitung von Jakub Hruša zu spielen.

Geboren in Sibirien/Jakutien, begann Tanin im Alter von fünf Jahren Klavier zu spielen. Während seines Studiums bei Irina Plotnikova am Tschaikowsky-Konservatorium in Moskau wurde er 2016 Preisträger des Bremer Klavierwettbewerbs. Dank eines Schweizer Bundes-Exzellenz-Stipendiums zog Tanin in die Schweiz, wo er sich mittlerweile niedergelassen hat und lebt.

Franz Schubert    Klaviersonate G-Dur D 894  „Fantasie-Sonate“
Robert Schumann    Fantasiestücke op. 12
Franz Liszt    Réminiscences de „Don Juan“ de Mozart S. 418